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Was ist Spiritualität und Energetik? Was steckt dahinter?

Ein Versuch, dir Spiritualität und Energetik etwas näher zu bringen. Meine Definition davon.

Die meisten Menschen hatten bereits Berührungspunkte mit etwas Unerklärlichen. Ob durch schwere Schicksalsschläge oder vermeintliches Unglück, das sich schlussendlich als wahrer Segen entpuppt hat.

Das Glück im Unglück, welches im Volksmund spannenderweise auch sehr oft als „Da hat jemand aber viele Schutzengel gehabt“, betitelt wird. In den meisten Familiensystemen gibt es auch sehr enge Verbindungen und Verstrickungen von nah gestandenen Verstorbenen bis hin zu den Vorfahren.

Doch über den Ursprung vieler dieser Phänomene scheiden sich sprichwörtlich die Geister. Sind das alles nur sehr sonderbare Zufälle oder steckt da sehr viel mehr dahinter? Gibt es mehr, als das was wir mit unseren fünf Sinnen von der Welt begreifen können?

Während spirituelle Menschen diese Frage ganz klar mit Ja beantworten, gibt es doch einige, welche dieselbe Frage mit Nein beantworten.

Gibt es sonderbare Zufälle oder steckt da mehr dahinter?

Aus meiner Erfahrung liegt die Antwort dieser Fragen sehr oft an den Berührungspunkten, die Menschen bereits mit der spirituellen oder energetischen Welt gemacht haben oder eben nicht gemacht haben.

Viele Menschen nehmen homöopathische Arzneimittel und schwören darauf. Nur wenige davon machen sich jedoch bewusst oder gestehen sich aktiv ein, dass die Wirkungsweise dieser Arzneimittel hoch energetischer Mechanismen zu Grunde liegen. Diese energetischen Mechanismen entspringen einer Welt, die weit mehr ist, als dass uns die Naturwissenschaft darüber erklären kann.

Durch ein spirituelles Weltverständnis können jedoch die Wirkungsweisen von energetischer Arbeit am Menschen, homöopathischer Arznei oder auch die tiefere Wirkungsweise von Praktiken wie Yoga oder Qi Gong erklärt werden.

Definition Energetik – was ist das überhaupt?

Im folgenden Teil möchte ich dir die Begrifflichkeiten Energetik und Spiritualität sowie ihre Beziehung zueinander erklären:

Der Begriff Energetik wird sehr vielseitig verwendet, im alternativ-medizinischen Kontext hat sich jedoch im deutschsprachigen Raum der Begriff Energetiker etabliert. Die Wirtschaftskammer Österreich hat den Energetiker als Berufsstand anerkannt und definiert den Begriff der Humanenergetik folgendermaßen:

„Die Humanenergetik umfasst alle Tätigkeiten, die sich auf das wissenschaftlich nicht erfassbare Energiefeld, das alles umgibt und durchdringt, beziehen“ umfasst und „jede Form von Lebensenergie, Energielenkung und Energiefluss mit ein[-schließt].“

Die Humanenergetik bzw. jeglicher energetische Energiefluss basiert also auf einer Kraft, welche bisher wissenschaftlich noch nicht erklärt werden konnte. Das hierfür verlässlichste und genaueste Messgerät ist immer noch der menschliche Körper. Leider verlernen die meisten jedoch sehr früh „feinstoffliche“ oder energetische Informationen richtig zu verarbeiten, wodurch diese Fähigkeit viele fast vollkommen verlernen.

Energetische Wahrnehmung – unser sechster Sinn

Man kann sich das so vorstellen, als würde man bereits als Kind lernen, dass es keine Gerüche gibt und man sich diese nur einbildet. Man stelle sich vor, es gibt überhaupt kein Bewusstsein über das Riechen oder Gerüche. Das Gehirn wird diese Information dann irgendwann nicht mehr verarbeiten und falls starke Gerüche auftreten mit etwas anderem in Verbindung bringen, welches in das Weltbild des im ganzen Leben Gelernten passt.

Unsere spirituelle, feinstoffliche oder energetische Wahrnehmung ist tatsächlich unser sechster Sinn, welcher den meisten von Kind an abtrainiert wird. Kommt es zu einer solcher Wahrnehmung, entscheidet meist das rationale Gehirn und antrainierte Weltbild, ob diesem Glauben zu schenken ist.

Die feinstoffliche, energetische Wahrnehmung empfinden Menschen in Form einer inneren Stimme, dem Bauchgefühl oder auch als Intuition. Wird diese Wahrnehmung bei wichtigen Lebensentscheidungen ausgeblendet, führt das leider sehr oft zu einem sehr harten und steinigen Lebensweg.

Aber was ist überhaupt der richtige Lebensweg? Was ist richtig für mich, wie kann ich ein glückliches Leben führen? Sobald man sich einer dieser Fragen stellt, ist man von der Energetik und deren Wirkungsweisen bereits im weitaus größeren Konzept der Spiritualität angelangt.

Definition Spiritualität

Als Menschen sind wir mit einem Bewusstsein ausgestattet, das uns ermöglicht philosophische Fragen zu stellen und uns von der Vogelperspektive zu betrachten. Spiritualität versucht auf viele Fragen Antworten zu finden, wo die Wissenschaft keine findet. Obwohl Spiritualität sehr viel Ähnlichkeit mit Religion hat, unterscheidet sie sich doch auch sehr zentral in vielen Aspekten.

Earl E. Bakken vom Center of Spirituality & Healing der Universität von Minnesota erklärt den Begriff der Spiritualität folgendermaßen:

Spiritualität ist ein sehr breites Konzept mit Raum für sehr viele Perspektiven. Generell beinhaltet es eine Verbindung zu etwas größerem, höherem als man selbst und üblicherweise auch die Suche nach dem Sinn des Lebens.

Unterschied zwischen Spiritualität und Religion

Spiritualität und Religion beinhalten das Konzept von Liebe und Herzlichkeit.

Die meisten Religionen lehren gewisse Prinzipien bzw. einem Glauben zu folgen, anstelle Fragen zu stellen. Auch wenn Religionen meistens gute und positive Absichten zugrunde liegen, werden Prinzipien und Glaube auch oft missbraucht, um gewisse Ziele zu erreichen. Das Missbilligen anderer Vorstellungen und Glaubensrichtungen oder die Rechtfertigung von Kriegen sind hier nur einige Beispiele davon. Meist ist es auch nicht erwünscht Dinge zu hinterfragen.

In der Spiritualität geht es jedoch darum Dinge zu hinterfragen und sich selbst die Antworten darauf zu geben. Es geht darum sich mit seinem höheren Selbst zu verbinden und mit sehr viel Achtsamkeit durchs Leben zu gehen. Der Buddhismus als Weltreligion ist meiner Auffassung nach dem Konzept von Spiritualität sehr nahe. Achtsamkeit, Meditation und die Verbindung mit uns selbst, sowie das Suchen der Logik hinter allen Fragen sind hierbei sehr stark verankert.

So hat Siddharta Gautama – später als Buddha bekannt – im sechsten vorchristlichen Jahrhundert selbst dazu geraten, alle seine Lehren in Zweifel zu ziehen. „So wie man die Konsistenz von Gold überprüft, sollt ihr auch die Substanz des Glaubens überprüfen.“, sagte er.

Dalai Lama’s Sichtweise zu Spiritualität und Religion

Das tibetische Oberhaupt Dalai Lama, der auch von vielen westlichen als spiritueller Wegweiser betrachtet wird, veranschaulicht seine Welt und Religionsoffenheit auf folgende beeindruckende Weise. Als der Dalai Lama vom brasilianischen Theologen Boff die Frage nach der besten Religion gestellt wurde antwortete er:

„Die beste Religion ist diejenige, die dich Gott nahe bringt. Es ist diejenige, die dich zu einem besseren Menschen macht. Und was macht einem zu einem besseren Menschen? Alles was dich mehr teilnahmsvoll, mehr sensibel, mehr herzlich, mehr menschlich, mehr verantwortungsvoll, mehr ethisch macht. Die Religion, die das für dich schaffst, ist die beste Religion.“

In einem anderen Gespräch hat er sogar folgende Gedanken veranschaulicht:

 „Vielleicht wäre es besser, wenn wir gar keine Religionen mehr hätten. Alle Religionen und alle Heiligen bergen ein Gewaltpotential in sich. Deshalb brauchen wir jenseits aller Glaubensvorschriften zuallererst geltende Moralvorstellungen, eine säkulare Ethik.“

(Säkulare Ethik = Eine Ethik, jenseits von Religionen und Glaubenssystemen. Eine Ethik, die auf Menschen verbindenden Werten basiert und unabhängig von Glauben, Religion, Alter, Rasse, Herkunft, Bildung besteht. Beispiele hierfür sind Werte wie Güte, Aufrichtigkeit, Mitgefühl, Achtsamkeit, Respekt, Toleranz, Akzeptanz, und viele weitere.)

Spiritualität ist also weit mehr als der Glaube an etwas Göttliches. Was genau das für den Einzelnen bedeutet, kann jedoch nur jeder für sich selbst beantworten.

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