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Rauhnächte: Über Mythen & Brauchtum in der Weihnachtszeit

Woher Krampus, Perchten und Rauhnächte eigentlich abstimmen, was davon heute noch übrig geblieben ist und wie wir ihre Magie nutzen können, um uns persönlich weiterzuentwickeln

Die Ketten rascheln, Kuhglocken läuten und wildes Schnaufen und grölen lässt vielen Kindern das Mark erstarren. Doch auch bei vielen Erwachsenen führt dies sowie der erschreckende Anblick ein sehr mulmiges Gefühl herbei. Krampus und Perchten treiben in der Weihnachtszeit mit ihren furchteinflößenden Masken und ihrer pelzigen Gestalt ihr Unwesen.

Ein Brauchtum der nicht nur in Österreich, sondern auch in weiten Teilen Osteuropas, sowie Norditalien und Süddeutschland stark verankert ist.

Aber woher kommen diese Bräuche überhaupt? Und was hat das mit den heiligen Rauhnächten, die auch als die 12 Weihnachtstage bekannt sind, zu tun?

Hintergründe des Nikolaus und Krampus

 

 

 

 

 

 

 

Der Krampus ist ein in der christlichen Kultur entstandener Brauchtum, der als Schreckgestalt den Gegensatz zum belohnenden Nikolaus darstellt. Die Figur des Nikolaus geht auf den heiligen Nikolaus von Myrra zurück, der seinen Reichtum an die Armen verschenkt hat. Er ist am 6. Dezember 343 n. Chr verstorben, weshalb der 6. Dezember als Nikolaustag geblieben ist.

Der Aspekt des bösen Krampus, der den unartigen Kindern Prügel androhte und sie in seinem Korb mitnahm, war jedoch bis zur Hälfte des 20. Jahrhunderts sehr viel stärker betont. Das lag zum einen in der damaligen Zeit des Christentums sehr stark verankerten schwarzen Pädagogik, jedoch wurzelt in der Gestalt des Krampus auch der viel ältere, heidnische Brauch des Perchtentreibens.

Ursprung der Perchten

Die Perchten als furchteinflößende Schreckgestalten mit Hörner und großer Nase, gehen auf die Gestalt von Frau Perchta zurück. Denn wenn die Winde nachts um die Häuser toben, meinten die Menschen in früheren Zeiten die „wilde Jagd“ habe begonnen oder Frau Percht treibt ihr Unwesen.

Sie bestraft Faulheit und Verstöße gegen das Festtagsgebot mit Alpträumen bis hin zum Aufschlitzen des Bauches. So war beispielsweise der 24. Dezember zu Zeiten des Mittelalters ein strenger Fasttag. Des weiteren war Fisch und Brei ein strenges Festtagsgebot am letzten Tag im Jahr. In manchen Sagen darüber erzählt man sich auch, dass sie den Bauch ihrer Opfer mit Steinen füllt. Anschließend wird der Bauch des frevelhaften Feinschmeckers wieder zugenäht, nicht aber mit Nadel und Faden, sondern mit einer Eisenkette.

Dem Mythos zufolge kann Frau Perchta‘s Atem auch töten oder blenden. Gleichzeitig belohnt sie allerdings auch Fleiß und Hilfsbereitschaft, sorgt für eine gute Getreideernte und lässt es regnen oder schneien. Außerdem führt sie die Aufsicht über die Spinnerinnen. Sie verteilt hierbei Gold für die Fleißigen, zerstört aber auch Material das nicht rechtzeitig versponnen wurde und besudelt die Röcke der Faulen.  Frau Percht personifizierte also Gutes und Böses zugleich; dies wurde während der Ausbreitung des Christentums auf den belohnenden Nikolaus und bestrafenden Krampus aufgeteilt. Wem hierbei vielleicht einige spannende Parallelen aufgefallen sind, der kennt vermutlich das berühmte Kindermärchen der Gebrüder Grimm namens Frau Holle. Das Märchen erzählt von 2 Schwestern, die eine faul die andere fleißig, die beide Begegnung mit einer furchteinflößend wirkenden alten Frau namens Frau Holle machen. Während die fleißige Schwester von ihr mit einem Goldregen belohnt wird, fällt auf die andere jedoch schwarzes Pech hinab.

Zusammenhang mit den Rauhnächten

 

 

 

 

 

 

 

Die wilde Jagd von Frau Perchta geschah aus Überlieferungen immer zur selben Zeit. Nämlich an jenen 12 Nächten zwischen den Jahren, in denen die Zeit offenbar stillsteht und die Tür zwischen zwei Welten offen ist. Zur Besänftigung von Frau Perchta und ihrer wilden Jagd wurden daher oft auch Speisen wie Wurst und Speck in jener Zeit vor die Tür gestellt.

Die 12 Nächte entspringen dem damals weit verbreiteten germanische Mondkalender, der im Unterschied zum Sonnenkalender nur 354 Tage zählt. Es fehlen also 11 Tage bzw. 12 Nächte, welche als „tote Tage“ eingeschoben wurden, um zur zählweise dem Sonnenjahr mit 365 Tagen aufzuschließen.

Symbolisch stehen die 12 heiligen Rauhnächte auch für die zwölf Monate im neuen Jahr. Man sagt ihnen zu, dass sie die Ereignisse im zugeordneten Monat bereits hervorsehen. Beginnen tun die Rauhnächte in der Nacht vom 25. auf 26. Dezember und enden in der Nacht vom 5. Januar auf dem 6. Januar. In anderen Überlieferungen, beginnen die Rauhnächte, aber bereits am Tag der Wintersonnenwende, also am 21. Dezember.

Ursprung der Rauhnächte

Der Ursprung der Rauhnächte ist schwer zurückzuverfolgen, da sich das Wissen darüber über lange Zeit mündlich verbreitet hat. Jedoch wird angenommen, dass die Tradition jedoch in Kultur der Kelten entsprungen ist, welche vor ca. 2300 Jahren in weiten Teilen Europas vorherrschend waren.

Ihrem Ursprung nach hat diese magische Zeit jedoch nichts mit einer personifizierten Schreckensgestalt zu tun. Es ist stark anzunehmen, dass diese zur Verbildlichung von unerklärlichen Phänomenen in jener Zeit hinzugefügt wurde. Auch die Träume während der Rauhnächte waren oft besonders intensiv und wurden als erste Vorboten für das nächste Jahr angesehen.

Nutzen der Rauhnächte

Die Zeit zwischen den Jahren galt damals schon als Tor zwischen den Welten. In dieser hochenergetischen Zeit konnte daher Kontakt mit verstorbenen Verwandten aufgenommen werden. Gleichzeitig galt es allerdings auch als Tor zwischen Vergangenheit und Zukunft. Wenig verwunderlich auch, dass der römische Gott Janus, der als Gott des Anfangs und Ende, der Namensursprung des Monats Jänner ist.

Ein sehr weit verbreitetes Rauhnächte Ritual ist das Räuchern, welches ebenfalls aus der Zeit der Kelten vor der christlichen Zeitrechnung entspringt. Es dient der Reinigung, soll positive Energien in das Haus strömen lassen und böse Geister vertreiben.

Rauhnächte heute: was können wir uns davon mitnehmen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von den alten keltischen Traditionen ist oftmals nicht viel mehr als ein stark abgewandeltes Brauchtum übrig geblieben. Aus energetischer Sicht sind die Rauhnächte jedoch nach wie vor eine ganz besonders kraftvolle Zeit. Jede Rauhnacht hat hierbei ihre ganz besondere Qualität.

Die Rauhnächte helfen uns dabei, das alte Jahr abzuschließen, sich für vergangene Erfahrungen zu bedanken, alte Verletzungen, Muster und Erfahrungen loszulassen, aber auch dafür, um Positives für das neue Jahr einzuladen.

Wir werden still, sehen nach innen, schauen auf das alte Jahr zurück und vorfreudig auf das kommende Jahr. Diese Zeit können wir aktiv nutzen, um altes loszulassen und bewusst im alten Jahr zu lassen, und neues im kommenden Jahr einzuladen.

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